Brückenfest für Junge und Junggebliebende

Live-Painting auf 200 Meter breitem Bild

Frédéric Eigenheer ist in Eglisau aufgewachsen, hat hier die Schulen besucht und dann eine Schreinerlehre gemacht. Seit 12 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit «streetart» - einer Form von qualitativ guten Graffitis - und heute gehört er im Hintergrund zu den Machern in der Graffiti Sprayer-Szene.

In seinem Shop auf www.newsoul.ch sind exklusive Unikate, Möbelstücke und Kunst­gegen­stände mit «Stencil-Graffitis» ausgestellt. Dabei besprayt er seine in stundenlanger Tüftelei selbst gezeichneten und zugeschnittenen Schablonen und verschönert so alte Möbel oder Dekor-Gegenstände. Seine Lieblingssujets sind Hirsche, Eulen oder immer wieder Totenköpfe.

200 Meter breites Bild

Im Vicafé erzählt Fredyflex – so wird er von vielen Freunden wegen seiner Flexibilität im Denken und Handeln genannt: «Der Aufbau der Leinwand zwischen der Brücke und dem Gasthaus Hirschen wird schon am Freitagnachmittag stattfinden. Am Samstagmorgen um zehn Uhr starten wir. Ich hoffe, dass einige national bekannte Künstler mit dabei sind, aber auch Eglisauer Künstler und vor allem viele Jugendliche und Kinder, denn es gibt auch einen öffentlichen Malbereich.
Wie immer gilt: Alles ist in der Darstellung erlaubt, ausser Politik, Sex und Gewalt. Am Sonntagabend  möchten wir einzelne Platten verkaufen und mit dem Gewinn ein Jugend­projekt unterstützen.»

Workshops und Prävention

Frédéric Eigenheer gibt seine Strassenkunst an Workshops weiter: Die nächsten finden am 25. Mai und 22. Juni von 10 bis 16 Uhr in Dietlikon statt.
Er stellt sich aber auch für Eglisauer Schulklassen, die mitmachen oder mehr über seine Leidenschaft wissen möchten, zur Verfügung.
«Dabei möchte ich nicht nur zeigen, wie ich das angehe, sondern auch aufklären, wo dies sein darf und was verboten ist.»
Ein Bild entsteht jeweils aus einer guten Idee ( am Brückenfest ist dies Eglisau) ein Stück Leinwand oder Mauer (diesmal 200 Meter breit) sowie Stiften, Cutter und Spraydosen.
Da sind wir doch alle gespannt.

Ursula Fehr